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Gewichtsreduktion

Um eine langfristige Gewichtsreduktion zu erreichen, gibt es keine Wundermittel sondern einige wenige Regeln, die nicht nur während der Zeit des Abnehmens, sondern für immer – also ein Leben lang - beachtet werden sollten. Deshalb sollten Sie eine Ernährung nach diesen Regeln finden, die Sie lebenslang mit Genuss essen können. Es geht!

Um abzunehmen, müssen Sie mehr Energie verbrauchen, als Sie aufnehmen. Damit die Gewichtsreduktion funktioniert, sollte nur 0,5 Kilogramm pro Woche abgenommen werden. Dabei muss die tägliche Energieaufnahme um etwa 500 Kalorien unter dem Energiebedarf liegen. Die Kalorienzufuhr sollte nicht all zu stark eingeschränkt werden, um den gefürchteten Jo-Jo-Effekt zu vermeiden. Ein Ernährungstagebuch hilft, um sich einen Überblick darüber zu verschaffen, was in welcher Menge gegessen wurde. Ist das gewünschte Gewicht erreicht, können Sie Ihren Speiseplan zu gewissen Anlässen (z.B. Festen) lockern.
Vernünftiges und bewusstes Essen hat nichts mit strenger Diät zu tun und bedeutet kaum Verzicht. Eine gesunde Ernährung schmeckt, macht satt, versorgt den Körper mit allem, was er benötigt und umfasst ALLE Lebensmittelgruppen. Es gibt keine grundsätzlichen Verbote für Süßes oder Fettes, es gibt nur mengenmäßige Grenzen, die im eigenen Interesse einzuhalten sind. Insbesondere gilt es jedoch, den Anteil der Ballaststoffe und komplexen Kohlenhydrate im täglichen Speiseplan zu erhöhen. Ein gesundes Ernährungsverhalten kann jeder erlernen – es setzt nur den Willen und die Bereitschaft dazu voraus. Außerdem sollte das Essen seine Rolle als Tröster, Frustbewältiger, als Belohnung sowie als Mittel gegen Langeweile aufgeben.
Doch eine Ernährungsumstellung allein ist nur die halbe Miete! Parallel zur Veränderung des Ernährungsverhaltens ist die sportliche Betätigung von gleich großer Bedeutung - Bewegung ist wichtiger Bestandteil und Basis eines gesunden Lebensstils! Bewegen Sie sich daher regelmäßig!
Die diaita-Pyramide zeigt, wie Sie Ihren Speiseplan zusammen stellen sollten. Die unteren umrandeten Pyramidenstufen enthalten die Lebensmittel, die Sie täglich – reichlich bis in Maßen - verzehren sollten. Die Lebensmittel in der Spitze sollten Sie dagegen möglichst meiden. Genauso können Sie mit den rechts abgebildeten Getränken verfahren.



Das anzustrebende Ernährungsverhalten beinhaltet folgende Verhaltensweisen

1. Essen Sie mehr Ballaststoffe!
2. Essen Sie viel Gemüse und Obst!
3. Essen Sie mehr Kohlenhydrate!
4. Essen Sie weniger Fett!
5. Ersetzen Sie Zucker durch Süßstoff!
6. Genießen Sie Ihr Essen, essen Sie langsam!
7. Treiben Sie regelmäßig, möglichst täglich, Sport!

Essen Sie mehr Ballaststoffe – sie helfen beim Abnehmen!

Ballaststoffe sind weitgehend unverdauliche Nahrungsbestandteile, meist Polysaccharide, also Kohlenhydrate, die vorwiegend in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen. Sie können durch die Enzyme im Dünndarm nicht zerlegt und vom Stoffwechsel daher nicht direkt aufgenommen werden. Ein Großteil der Ballaststoffe wird jedoch im Dickdarm zum Teil durch die Mikroorganismen fermentiert und u. a. in kurzkettige Fettsäuren umgewandelt und dadurch für den Körper aufnahmefähig und verwertbar gemacht. Der Teil der Ballaststoffe, der im Dickdarm durch die Mikroflora nicht fermentiert, folglich auch nicht vom Körper aufgenommen wird, kann u.a. physiologisch wirksam werden durch sein Wasserbindungsvermögen, die Fähigkeit Toxine und Gallensalze zu binden und der Stimulation trophischer Hormone.

Kohlenhydrate oder Saccharide, zu denen auch die Zucker gehören, bilden eine biologisch bedeutsame Stoffklasse. Als Produkt der Photosynthese machen Kohlenhydrate den größten Teil der Biomasse aus. Sie stellen zusammen mit den Fetten und Proteinen den quantitativ größten verwertbaren (u. a. Stärke) und nicht-verwertbaren (Ballaststoffe) Anteil an der Nahrung. Neben ihrer zentralen Rolle als physiologischer Energieträger spielen sie als Stützsubstanz vor allem im Pflanzenreich und in biologischen Signal- und Erkennungsprozessen (z. B. Zell-Zell-Erkennung, Blutgruppen) eine wichtige Rolle. Die Wissenschaft, die sich mit der Biologie der Kohlenhydrate beschäftigt heißt Glykobiologie.

Chemisch handelt es sich um Oxidationsprodukte mehrwertiger Alkohole, also Hydroxyaldehyde (Aldosen) oder Hydroxyketone (Ketosen) sowie davon abgeleitete Verbindungen und deren Oligo- und Polykondensate. Am verbreitetsten sind Monosaccharide mit fünf oder sechs C-Atomen, was einen Ringschluss ermöglicht. Einfachzucker können über glykosidische Bindungen durch eine Kondensationsreaktion zu Zwei- und Mehrfachzuckern verketten.

Die Monosaccharide (Einfachzucker, z. B. Traubenzucker, Fruchtzucker), Disaccharide (Zweifachzucker, z. B. Kristallzucker, Milchzucker, Malzzucker) und Oligosaccharide (Mehrfachzucker, z. B. Raffinose) sind in der Regel wasserlöslich, haben einen süßen Geschmack und werden im engeren Sinne als Zucker bezeichnet. Die Polysaccharide (Vielfachzucker, z. B. Stärke, Cellulose, Chitin) sind hingegen oftmals schlecht oder gar nicht in Wasser löslich und geschmacksneutral.

Aufgrund der unterschiedlichen Fermentierbarkeit der jeweiligen Ballaststoffe haben diese auch unterschiedliche Brennwerte zwischen 4 kcal/g und 0 kcal/g.

Sie kommen unter anderem in Getreide, Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und in geringen Mengen in Milch vor. Man unterscheidet zwischen wasserlöslichen Ballaststoffen (wie Johannisbrotkernmehl, Guar, Pektin und Dextrine) und wasserunlöslichen (Cellulose).

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