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Influenza

Weltgesundheitsorganisation (WHO) das neue Influenza A-Virus als gesundheitliches Risiko von internationaler Bedeutung eingestuft. Am 11. Juni 2009 wurde die Phase 6, also der Pandemiefall, ausgerufen. Das bedeutet: eine fortgesetzte Übertragung des Virus von Mensch zu Mensch in mindestens zwei der sechs WHO-Regionen.

In der vergangenen Woche wurden in Deutschland 961 neue Fälle der Schweinegrippe gemeldet. Insgesamt wurden seit dem 29.4.2009 in Deutschland 21.603 Fälle bestätigt (Stand 07. Oktober 2009). Seit dem 12.10.09 werden die Fallzahlen nur noch wöchentlich aktualisiert (jeweils montags).

Auch wenn die Erkrankungen in Deutschland wie auch in anderen europäischen Ländern eher mild verlaufen sind und bislang keine allgemeine Gefährdung durch Influenza A besteht, kann noch keine Entwarnung gegeben werden. Mit neuen Fällen wird auch in Deutschland gerechnet. Aus diesem Grund ist nach wie vor zu empfehlen, dass sich die Bürger über die aktuelle Situation zur Schweinegrippe (Influenza A/H1N1) regelmäßig informieren und die empfohlenen Schutzmaßnahmen beachten.

Um zu verhindern, dass sich Krankheiten wie die Schweinegrippe weiter verbreiten, ist es wichtig, dass die Viren eine möglichst geringe Chance haben, von einem Menschen auf den anderen übertragen zu werden.

Achten Sie deshalb auf folgende wichtigste Grundregeln:

Händewaschen

* Waschen Sie sich regelmäßig 20 bis 30 Sekunden lang die Hände mit Wasser und Seife

Hygiene zu Hause

* Säubern Sie zu Hause regelmäßig Oberflächen und Griffe

Richtig Niesen und Husten

* Halten Sie beim Niesen und Husten Abstand
* Verwenden Sie beim Niesen und Husten immer ein Einmaltaschentuch und entsorgen Sie es sofort nach dem Gebrauch
* Werfen Sie das einmal benutzte Taschentuch in einen verschlossenen Mülleimer
* Waschen Sie sich danach möglichst die Hände
* Wenn einmal kein Einmaltaschentuch griffbereit ist, husten und niesen Sie in die Armbeuge. Vermeiden Sie auf jeden Fall, in die Hand zu husten, denn so können Sie die Viren weiter geben. Das Husten und Niesen in die Armbeuge ist zwar ungewohnt, verhindert aber ebenfalls wirkungsvoll die Verbreitung von Viren.

Schweinegrippe: Auch Bundesbeamte erhalten eigenen Impfstoff!
BERLIN: Die Bundesregierung sowie hochrangige Beamte sollen einem Medienbericht zufolge mit einem Impfstoff ohne Verstärker vor der Schweinegrippe geschützt werden. Man habe insgesamt 200.000 Dosen eines entsprechenden Impfstoffes gekauft, bestätigte das Bundesinnenministerium dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".
Zu den Empfängern zählen auch die Mitarbeiter des für die Impfstoffzulassung zuständigen Paul-Ehrlich-Instituts. Sie hatten stets verteidigt, dass die Bevölkerung mit einem Serum mit Verstärkungsmittel geschützt werden soll.

Kanzlerin und Minister sollen nach SPIEGEL-Informationen mit speziellem Impfstoff vor Schweinegrippe geschützt werden. Beamte von Ministerien und nachgeordneten Behörden ebenso. Das Vakzin enthält keine umstrittenen Zusatzstoffe - im Gegensatz zum Impfstoff für den Rest der Bevölkerung.

Offene Rebellion herrscht unter Allgemeinmedizinern und Kinderärzten. Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin, Michael Kochen, rät den deutschen Hausärzten von der Impfung ab. "Das Schadensrisiko überwiegt den Nutzen", sagt der Göttinger Professor. Wolfram Hartmann, Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, wirft der Bundesregierung "wissenschaftliche Falschaussagen" vor. Wie bei Schwangeren, so gelte auch für Kinder unter drei Jahren: "Der Impfstoff ist an ihnen noch überhaupt nicht getestet, deshalb ist das Risiko einfach zu groß, ihn jetzt bedenkenlos einzusetzen."


Der Vorsitzende der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, Wolf-Dieter Ludwig, sprach von einem "Skandal", der den Menschen kaum zu vermitteln sei. Zudem werfe die Impfkampagne zahlreiche Probleme auf und ihr Nutzen sei ungewiss.

Die Deutschen haben scheinbar
nicht das größte Vertrauen in die Schweinegrippe-Impfung. Laut einer Umfrage wollen sich nur 19 Prozent der Befragten gegen das H1N1-Virus impfen lassen.



(c) http://www.bzga.de/schweinegrippe/


Die Influenza, auch „echte“ Grippe oder Virusgrippe genannt, ist eine durch Viren aus den Gattungen Influenzavirus A oder B ausgelöste Infektionskrankheit bei Menschen.

Alltagssprachlich wird die Bezeichnung Grippe häufig auch für grippale Infekte verwendet, bei denen es sich um verschiedene andere, in der Regel deutlich harmloser verlaufende Virusinfektionen handelt.

Das Virus dringt über die Schleimhaut der Atemwege, des Munds und der Augen in den Körper ein. Es erreicht diese Eintrittsorte

* durch Tröpfcheninfektion, also über den Kontakt der Schleimhaut mit Exspirationströpfchen, die beim Niesen, Husten, Sprechen oder Atmen von infizierten Personen entstehen. Die größeren infektiösen Tröpfchen sinken innerhalb von ca. 2 m nach unten und verkleben besonders fest an rauhen Oberflächen. Wenn die Exspirationströpfchen jedoch bereits in der Luft trocknen, können die darin enthaltenen sehr kleinen Viren von ca. 0,1 µm Durchmesser als Aerosol[1] (auch Tröpfchenkerne oder airborne genannt) über weite Strecken in der Luft schweben und stundenlang infektiös bleiben.[2] Trockene Raumluft in geheizten Räumen begünstigt diese Aerosolbildung und kann ein Grund für das Auftreten von Grippewellen im Winter sein.[3]

Infizierte Personen können durch Tragen von Atemmasken den Tröpfchenausstoß stark vermindern, da die frischen Tröpfchen direkt vor seinem Mund gut im Filtermaterial kleben bleiben. Gegen eine Infektion über das Aerosol kann man sich durch eine Gegenluftströmung schützen. Einfache Atemmasken über Mund und Nase halten die als Aerosol übertragenen Viren teilweise zurück, aber nicht zuverlässig, weil die Filtermaterialien Viren nicht vollständig zurückhalten können, die Masken nicht dicht genug anliegen und die Augen überhaupt nicht abdecken. Lüften kann das Infektionsrisiko durch Verdünnen der Aerosolkonzentration im Raum verringern, wenn dabei das Aerosol nicht in andere Wohnräume des Gebäudes gelangt.

* über Kontaktinfektion oder Schmierinfektion mit Viren, die in Exspirationströpfchen oder durch verschmiertes Nasensekret oder Berührung von Infizierten auf Gegenstände gelangen und dort innerhalb von 2 Tagen besonders leicht von glatten Oberflächen über die Hände auf die eigenen Schleimhäute übertragen werden.
* durch Kotpartikel erkrankter Wirte und Vektoren
* durch Viren auf Hautschuppen, Haaren, Gefieder und Staub

Das Virus ist unempfindlich gegen Austrocknung und bleibt bei niedriger Temperatur und niedriger Luftfeuchtigkeit länger infektiös.

Tamiflu®
Oseltamivir ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der Neuraminidase-Hemmer, der für die Therapie der Virusgrippe (Influenza) bei Kindern ab einem Jahr und Erwachsenen mit influenzatypischen Symptomen, sowie zur Postexpositionsprophylaxe (Vorbeugung nach möglichem Kontakt mit einem Infizierten) bei Kindern ab einem Jahr und Erwachsenen zugelassen ist. Oseltamivir ist neben Zanamivir und Amantadin zurzeit ein wirksames Mittel gegen die echte, durch Influenza-A- oder Influenza-B-Viren ausgelöste humane Virusgrippe.

Oseltamivir wird von der Firma Roche unter dem Markennamen Tamiflu®

Tamiflu® gegen Grippe - Influenza

Grippe - Risikogruppen

Tamiflu ist ein rezeptpflichtiges Medikament, das gegen Influenzia und Vogel Grippe eingesetzt wird.

Jeder kann an Influenza erkranken, allerdings sind Kinder, ältere Leute und Personen mit Gesundheitsproblemen einem größeren Risiko ausgesetzt. Gesunde Erwachsene erholen sich üblicherweise schnell von der Grippe. Ältere Leute, Kinder und Menschen mit Gesundheitsproblemen müssen allerdings normalerweise mit Medikamenten behandelt werden.

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