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Schönheitschirugie ein wachsender Markt in der Medizin.
Die Zahl der Menschen, die sich einer ästhetischen Behandlung oder Operation unterziehen, hat zugenommen. Im Jahr 2001 wurden über 400.000 Schönheitsoperationen in Deutschland durchgeführt. Inzwischen sollen es mehr als 1.000.000 sein.
Schlank auf Dauer
Fettabsaugen modelliert schlanke Taille und weibliche Formen
Nur jede vierte Frau ist lt. einer Forsa-Umfrage mit ihrem Körper zufrieden. Allein 82 Prozent der unter 30jährigen würden sich einer Schönheitsoperation unterziehen, um besser auszusehen. Dabei steht eine Fettabsaugung ganz vorne auf der Liste der gewünschten Operationen. Am meisten stört junge Frauen ihr Bauch. Übersehen werden da meist die Röllchen, die sich seitlich und am Rücken unter dem BH zeigen, sowie jene, die sich ebenso hartnäckig an der Taille festhalten.
Bei einer Diät schrumpfen Fettzellen lediglich. Diese können sich sehr schnell wieder auffüllen - der bekannte Jojo-Effekt ist die Folge. Bei der Fettabsaugung werden Fettzellen aus dem Gewebe heraus gelöst und „abgesaugt“. Eine dauerhaft schlanke Figur ist das Ergebnis. Dauer der Operation: eine bis drei Stunden, je nach zu entfernender Menge und Zone.
So funktioniert`s :
Besonders die Taille gilt als urweibliches Erkennungsmerkmal und wurde früher mit Hilfe eines Korsetts in die gewünschte Form gebracht. Um mit einer Fettabsaugung die weibliche Körpermitte zu modellieren, wird zunächst das Fettgewebe mit der Tumeszenzflüssigkeit aus Kochsalzlösung aufgeweicht. Nach einer Einwirkzeit wird eine Kanüle unter die Hautoberfläche eingeführt. Dabei wird das aufgeweichte Fettgewebe gleichmäßig vom Arzt abgesaugt und die neue Körperform modelliert. Das umliegende Bindegewebe, Nerven, Blutgefäße sowie Lymphbahnen bleiben weitgehend intakt. Dies ermöglicht ein Arbeiten in feineren Gewebeschichten, wie Mann / Frau sie gerade in der Rückenregion hat. Nach der Liposuktion trägt die Patientin für vier bis sechs Wochen ein Mieder. Bereits während dieser Zeit ist ihre neue schlanke Taille erkennbar.
Faltenunterspritzung
Faltenunterspritzungen gehören zu den beliebtesten schönheitschirurgischen Eingriffen. Deutsche wie amerikanische Fachleute sehen in der "Schönheits-Spritze" einen der größten Wachstumsbereiche der Branche. Eine nachvollziehbare Entwicklung, meint heute Prof. Albert K. Hofmann, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC): "Die Faltenunterspritzung ist für viele Patienten eine schnelle, angenehme und effektive Alternative zum Facelift oder anderen operativen Methoden."
Der kleine, vermeintlich harmlose Pieks sollte jedoch nicht unterschätzt werden. Denn die Wirkungsweise der Präparate ist sehr unterschiedlich. Falsch angewendet können die Präparate zu allergischen Reaktionen, Knoten oder Lähmungen führen. Die Auswahl des individuell richtigen Präparates ist daher sehr wichtig.
Wirkstoffe wie Kollagen, Hyaluronsäure und Botulinum-Toxin sowie andere industrielle Präparate werden unter ständig neuen Markennamen angeboten. Deren Produktinformationen versprechen jedes Mal noch längere Haltbarkeit, noch größere Sicherheit und noch bessere Ergebnisse. Ein Markt, der für den Laien oft nur schwer zu durchschauen ist. Selbst Ärzten fällt die Entscheidung nicht leicht, denn es gibt keine klaren Produkt-Richtlinien, so Dr. Paul J. Edelmann, Plastischer Chirurg aus Frankfurt: "Anders als Medikamente sind Präparate zur Faltenunterspritzung in Deutschland nicht zulassungspflichtig. Ob ein Arzt also ein Präparat bei Patienten anwendet oder nicht, liegt ganz allein in seinem Ermessen." Prof. Albert K. Hofmann fordert deshalb: "Solche Präparate gehören generell nur in die Hände von Fachärzten für Plastische Chirurgie, die die unterschiedlichen Wirkstoffe kennen und die richtige Anwendung gelernt haben."
Bei der Faltenunterspritzung werden natürliche Stoffe verwendet, die unter die Haut gespritzt werden und dort das fehlende Volumen ersetzen. Die meisten Substanzen bieten über Monate stabile Ergebnisse, bevor der Körper sie allmählich resorbiert. Auffrischungen können in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden.
Brustkorrektur
Brustvergrößerung
Ist die Brust für Ihr Empfinden zu klein, kann die Vergrößerung mit einem Implantat das ersehnte Resultat erzielen. Gemeinsam mit Ihnen wird ein höchstwertiges EC zertifiziertes Implantat ausgewählt und die für Sie beste und sicherste Operationsmethode entschieden. Je nach Methode bleiben kaum sichtbare Narben im Bereich der Brustumschlagsfalte oder am Brustwarzenrand zurück. Vergrößerungen über die Achselhöhle sind medizinisch nicht zu empfehlen.
Brustverkleinerung
Ist die Brust sehr groß oder schwer und fühlen Sie sich hierdurch beeinträchtigt, kann eine Brustverkleinerung sinnvoll sein. Dies geschieht meist in Kombination mit einem Lift. Die Operation lässt sich so ausführen, dass die Stillfähigkeit erhalten bleibt. Die Größe kann Ihren Wünschen entsprechend variiert werden. Konsequente Nachbehandlung der Narben ist ein wichtiger Bestandteil der postoperativen Betreuung.
Bruststraffung
Um eine erschlaffte und hängende Brust wieder fest und jugendlich erscheinen zu lassen, wird die Brustwarze angehoben und überschüssige Haut entfernt. Hierdurch kann eine kleine Brust größer erscheinen und ein Volumenersatz wird überflüssig. Es kann natürlich auch gleichzeitig ein Implantat zur Vergrößerung eingebracht werden.
Ob Sie eine Vergrößerung, Verkleinerung oder Straffung wünschen, das Wichtigste ist der passende Facharzt mit ausreichend Erfahrung. Für ihn ist eine Brustoperation ein Routineeingriff - für Sie die Erfüllung Ihres Traums: ein makeloser Busen durch schonende und narbensparende Verfahren.
Ärzte warnen vor Brustvergrößerung mittels Hyaloronsäure
Global Press
Global Press - Freitag, 27. Juni, 16:42 Uhr
Viele Frauen wollen ihre Brust vergrößern lassen. Häufig scheuen die Betroffenen aber einen operativen Eingriff. Ein neues Verfahren verspricht einen größeren Busen ohne Operation und Narben: die Brustvergrößerung mittels Injektion von Hyaloronsäure. Allerdings warnt die Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC) jetzt vor der Methode.
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Hyaloronsäure wird bereits seit Jahren zur Anhebung von eingesunkenen Hautpartien wie Narben oder tiefen Falten genutzt. Die Substanz aus Kohlehydraten und Aminosäuren gilt als gut verträglich, da sie im menschlichen Körper auch natürlich, beispielsweise als Gelenkschmiere, vorkommt. Unter das Brustdrüsengewebe gespritzt, soll sie eine Füllwirkung entfalten können, die die Brust ohne Hautschnitte vergrößert. Da sich die Substanz nach einiger Zeit abbaut, muss das Verfahren allerdings etwa alle drei Jahre wiederholt werden.
Die DGPRÄC warnt nun, dass es an empirischen Langzeitstudien zu dem Thema fehle. Zwar wird die Hyaloronsäure zur Faltenunterspritzung bereits lange genutzt, bei der Brustvergrößerung ist die Injektion der Substanz allerdings eine Neulandmethode. Die Patientinnen handeln dabei auf eigene Verantwortung. Ob im Falle einer Komplikation die Haftpflichtversicherung des Arztes anfallende Kosten zahlt, ist fraglich. Kommt es nach der Anwendung aufgrund von gesundheitlichen Problemen zu medizinischen Folgekosten, kann das für die Frauen unter Umständen teuer werden. Die Krankenkassen sind gesetzlich dazu verpflichtet, die Patienten an diesen Leistungen zu beteiligen, wenn der Eingriff nicht unbedingt notwendig war.
Zudem ist beim Brustaufbau eine wesentlich größere Menge der Substanz erforderlich als bei der Faltenbehandlung, nämlich rund 250 ml statt 1 ml. Es könnte deshalb zu Abwehrreaktionen des Körpers wie beispielsweise der Bildung von Zysten kommen. Das wäre nicht nur wegen möglicher Folgeschäden und der entstehenden Kosten problematisch. Es wäre außerdem auch schwieriger, Brustkrebs zu erkennen und von unproblematischen Gewebsneubildungen zu unterscheiden. Außerdem ist nicht klar, ob sich der Stoff in großer Menge vollständig abbaut oder ob es zu Verhärtungen kommt. Es sei deshalb ratsam, bei Bedarf auf herkömmliche und gut erforschte Methoden wie beispielsweise Silikonimplantate zurückzugreifen.
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